Deutsches Patent- und Markenamt: DesignschutzDesignverordnung

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Gesetz über den rechtlichen Schutz von Design

 

 

Anmutung

Die emphatisch sinnhafte, bewußte oder unbewußte Wirkung auf den Betrachter eines Objektes auf Basis seiner Wahrnehmungsfähigkeiten, u.a. visueller, auditiver, haptischer, und/oder olfaktorischer Art.

Eine hohe Anmutungsqualität hängt u.a. auch von den Eigenschaften des betrachteten Objektes, der Sozialisation des Betrachters, der Umgebung und/oder der situativen Darstellung oder Präsentation des Objektes ab.

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Corporate Identity

Die Corporate Identity soll alle Aspekte eines Unternehmens nach einem definierten Wertekodex erkennbar und markant machen. Mittels festgelegter Leitlinien werden u.a. Führungsverhalten, Kommunikation und Engagement des Unternehmens vorgegeben.

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Designschutz

Ein neues Design sollte um mögliche Nachahmer abzuhalten geschützt werden. Einen ersten Designschutz erhält man durch ein sogenanntes eingetragenes Design beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA). Dieser Designschutz auch unter der Bezeichnung Geschmacksmuster bekannt, ist einer von weiteren gewerblichen Schutzrechten die Ihre Ideen und Erfindungen schützen.

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Designstudie

Ein Designprojekt mit vorausschauendem Charakter. Zukünftige mögliche Entwicklungen werden aufgezeigt und angedacht, visionäre Ideen vorgestellt und aufgezeigt.

U.a. werden Trends und neue Designrichtung, sowie Kreativität und Leistungsfähigkeit des Unternehmens visualisiert und kommuniziert.

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Designtransfer
Transfer (lateinisch transferre) übertragen, hinüberbringen.

Transferieren/ übertragen im weiteren Sinne. Designtransfer ist vor allem Designberatung - neben den weiteren Designleistungen. Diese Beratungsleistung sollen letztlich Wirtschaft, Gesellschaft, Unternehmen und Institutionen zugutekommen.

Design als Transferleistung bietet das STZID insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) an, um ihre Unternehmen, Strategie und Produkte zu verbessern und zu profilieren.

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Ergonomie

Anwendungsbezogene Umsetzung der "Wissenschaft von der Anpassung der Arbeit". Ergonomie beschäftigt sich bei Steinbeis u.a. mit der Anpassung von Produkten an den Menschen. Unter dem Stichwort Interface-Design werden u.a. Aspekte der Gestaltung von Anzeigen, Bedienelementen und sonstige Schnittstellen betrachtet.

(siehe auch Usability)

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Ideenfindung

Mit dem Einsatz von Kreativitätstechniken wird die Ideenfindung als gesteuertes Generieren neuer Konzepte in einem definierten Zeitrahmen verstanden. Bei den Methoden zur Ideenfindung unterscheidet man intuitive und diskursive Methoden neben sogenannten Kombimethoden.

Techniken und Methoden zur Ideenfindung sind u.a. Brainstorming, Brainwriting, Methode 6-3-5.

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Industrial Design

Ganzheitlicher Gestaltungs- und Entwicklungsansatz für meist industriell herstellbare Produkte und Systeme. Industrial Design versteht sich heute als Sammelbegriff für einen gestalterisch orientierten Problemlösungsansatz um damit den unterschiedlichsten Anforderungen und Bedürfnissen von Benutzern, Unternehmen, Institutionen etc. gerecht zu werden.

Vergleichbar eingesetzt wird der deutschsprachige Begriff Industriedesign. Davon abweichend mit der Betonung auf den hauptsächlich formgebenden Charakter, werden die Begriffe Produktgestaltung, Produktdesign, Formgebung und/oder Gestaltung verwendet.

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Markendesign

Das Markendesign setzt vor allem auf den Aspekt der Wiedererkennbarkeit. Die gesuchte perfekte Form des Produktes soll dabei den aktuellen Geschmack des Kunden punktgenau treffen und gleichzeitig die Wiedererkennbarkeit der Marke steigern und fördern. Die Botschaft der Marke soll sich u.a. in seinen Produkten wiederspiegeln und vom Betrachter, insbesondere dem Kunden verstanden und gelebt werden.

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MAYA-Schwelle
Most Advanced, Yet Acceptable. "Weder zurückgeblieben, noch zu weit voraus."

Damit das Design bei den meisten Benutzern bzw. Endverbrauchern noch ankommt, darf es nicht zu abgehoben sein.

Schon Raymond Loewy der legendäre amerikanische Automobildesigner (Loewy, Raymond: Hässlichkeit verkauft sich schlecht. New York 1953) erkannte, dass modernste Forschung und höchste Technik die Aufnahmefähigkeit des Publikums oftmals überfordert. Das entsprechende Ergebnis wird vom Verbraucher dann nicht angenommen und das Produkt wird nicht erfolgreich verkauft. 

Diese kritische Zone bezeichnete er als MAYA-Schwelle, in der der Wunsch nach Neuigkeit seine Grenze findet. Der Verbraucher geht nicht mehr mit - er verweigert sich.

Der Designer sollte diese Schwelle erkennen und mit seiner Gestaltung in dem Bereich, in dem es am fortschrittlichsten aber noch annehmbar ist, bleiben.

Ein bekanntes Beispiele aus dem Automobildesign ist der NSU RO80. Heute ein Designklassiker und Rarität, scheiterte das Fahrzeug mit seinen Verkaufszahlen (IAA 1967, Auto des Jahres) an der MAYA-Schwelle. Das revolutionäre Design (Claus Luthe) mit außergewöhnlicher Technik wurde nicht angenommen, die avantgardistische Limousine wurde kein Verkaufserfolg. Beigetragen zum Mißerfolg hatte trotz der herausragenden Formensprache allerdings auch das innovative Motorenkonzept dem Rotationskolben- oder Wankelmotor.

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Modellbau

Beim Modellbau kommen unterschiedliche Modelltypen zum Einsatz. Im Bereich Industriedesign wird meist von einem Designmodell gesprochen. Dieser Modelltyp soll das künftige Erscheinungsbild eines neu zu entwickelnden Produktes möglichst genau wiedergeben. Je nach Anforderung des Projektes können hier Erweiterungen aus anderen Modelltypen (Ergonomiemodell, Funktionsmodell u.a.) eingebunden werden. Die Umsetzung des Modells erfolgt ebenfalls je nach Anforderung und Absicht in unterschiedlicher Dimmensionierung bzw. Maßstab, Herstellverfahren und Materialeinsatz.

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Produktqualität

Gesamtheit aller Merkmale und Leistungen eines Produktes, die Anforderungen, Bedürfnisse und Erwartungen der Betrachter bzw. deren Benutzern betreffen. Im Designbereich werden dabei besonders die formalen, haptischen und sinnlichen Qualitäten betrachtet.

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Redesign

Allgemein versteht sich darunter die Überarbeitung und/oder Erneuerung eines bestehenden Designs, unabhängig von der Art des Produktes. Das Redesign kann sowohl gestalterische, funktionale als auch produktsprachliche und weitergehende, z.B. psychologische Aspekte berücksichtigen bzw. bearbeiten.

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Service Design

Generieren und gestalten, u.a. funktionaler und formaler Aspekten von Dienstleistungen, mit besonderer Beachtung der Sichtweise und Perspektive des Kunden. Das Einbringen und Anwenden von Designmethoden ist beim Service Design wechselseitig und übergreifend. Design Service als Strategie wirkt an den Kontaktstellen von Dienstleistungen, in materielle und immaterielle Räume.

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Technologietransfer
Technologie (griech. technología) die Lehre von der Herstellung und Verarbeitung. Transfer (lat.transferre hinüberbringen)

Allgemein als Übergabe/Weitergabe von technischem Wissen (u.a. Forschungs- und Entwicklungsergebnissen) zwischen Entstehung und Anwendung/Verwendung zur wirtschaftlichen Nutzung, u.a. durch Unternehmen, Institutionen auch Länder.

siehe auch: Wissens- und Technologietransfer bei Steinbeis Technologie.Transfer.Anwendung

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Usability

Eigentlich steht die Bezeichnung für Bedienerfreundlichkeit von Produkten und ist somit als Teil der Ergonomie zu verstehen. Mittlerweile wird Usability meist als eigenständiger Aspekt für logisch intuitive Abläufe verwendet. Besondere Bedeutung erhält hier der Bereich Interface und die Gestaltung der sogenannten Mensch-Maschine-Schnittstellen wie elektronischer Displays, Bedienungspanels, etc. in den unterschiedlichsten Bereichen und Einsatzgebieten.

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Wertanalyse
auch: Value Engineering und Value Analysis

Eine ganzheitliche Untersuchungsmethode (nach DIN EN 1325-1 und DIN 12973) mit dem Ziel der Wertsteigerung.

Die Wertanalyse eingesetzt bei bestehenden Produkten zur Wertverbesserung und Kostensenkung, wirkt auch bei neu zu entwickelnden Produkten (Wertgestaltung).

Unter dem Begriff Value Analysis wird die Anwendung von Wertanalyse auch zur Optimierung von bestehenden Produkten verwendet. Unter Value Engineering versteht man Wertanalyse auch als Anwendung der Methode im Entwicklungsbereich.

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